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22  Im Zentrum des verkehrsgünstig gelegenen Städtchens Heilsbronn befindet sich das ehemalige, 1132 von Bischof Otto I. von Bamberg gestiftete und bereits 1578 wieder aufgehobene Zisterzienserkloster. Die Klosterbauten wurden im 18. und 19. Jh. zum großen Teil abgetragen. Erhalten sind lediglich das spätromanische Refektorium mit vier Kreuzgewölben und die Münsterkirche, eine romanische Basilika von 1132-39, eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges. Neben zahlreichen wertvollen Kunstwerken wie dem Vierzehn-Nothelfer-Altar enthält die Kirche eine große Anzahl von Rittergräbern, was ihr die Bezeichnung „Christliche Schlafstätte Frankens“ eintrug.




                                    Orangerie Ansbach


23  Von Heilsbronn erreichen Sie auf der B 14Ansbach, einen bedeutenden Verkehrsknotenpunkt im Rezattal, ehemalige markgräfliche Residenz und Zeugnis des fränkischen Rokoko. Durch die Nürnberger Straße, die die B 14 am Stadtrand einmündet, kommen Sie zur Schlossstraße. Kurz darauf sehen Sie das 1705-49 von Graubündner Gabriel de Gabrieli erbaute Markgrafenschloss, jetzt zum Teil Regierungssitz. Der Prunksaal, das Spiegelkabinett, die Wohnräume der markgräflichen Familie sowie Kachelsaal und Galerie sind erhalten und können, ebenso wie die wertvollen Sammlungen (Ansbacher Fayencen und Porzellan, Strukkaturen und Möbel) täglich besichtigt werden. In unmittelbarer Nähe des Schlosses steht die St.-Gumbertus-Kirche mit dem Wahrzeichen Ansbachs, den drei gotischen Chor und ein barockes Langhaus. Die Schwanenritterkapelle enthält Epitaphe und Totenschilder des süddeutschen Zweiges dieses 1440 von Kurfürst Friedrich II. von Brandenburg gegründeten Ordens. Zugänglich ist die romanische Krypta aus dem 11. Jh., die Fürstengruft mit 25 Sarkophagen der markgräflichen Familie. Dem Schloss gegenüber erstrecken sich, zwischen der Fränkischen Rezat im Norden und der Bahnhofsstraße im Süden, Orangerie und Hofgarten und Hofgarten mit der prächtigen, 250jährigen Lindenallee. In der Nähe dieser Allee steht ein Gedenkstein für Kaspar Hauser, den Unbekannten, der 1828 als junger Mann von rätselhafter Herkunft in Nürnberg auftauchte und 1833 in Ansbach ermordet wurde. Kaspar Hauser selbst berichtete, dass er in völliger Isolierung aufgewachsen und zeitweise sogar in einem Kellerverlies festgehalten worden sei. Die Angaben des Findelkindes erregten lebhaftes Interesse bei Pädagogen und in der Öffentlichkeit. Er wurde Gegenstand gefühlvoller Anteilnahme und geriet durch die plötzliche Berührung mit der Zivilisation in eine schwere seelische Krise. Sein Vormund, Ritter von Feuerbach, sorgte dafür, dass er als Aktenkopist bei der Regierung in Ansbach angestellt wurde. Auf dem Weg zur Arbeit wurde er von einem Fremden erstochen, Da Feuerbach die These vertrat, Hauser sei in Wahrheit der 1812 geborene Sohn des badischen Großherzogs und von der rivalisierenden Luise Hochberg aus dem Weg geräumt worden, wurde die lebhafte Kontroverse um sein geheimnisvolles Schicksal fortgesetzt.                                                                           Neben sehenswerten Kirchen, kunstvollen Brunnen und historischen Häfen gibt es in Ansbach reizvolle barocke Straßenzüge mit behäbigen alten Bürgerhäusern, z.B. die Uzstraße, die Nahe der St.-Gumbertus-Kirche vom Johann-Sebastian-Bach-Platz südlich abzweigt. Durch die Hinter dem Markgrafenschloss verlaufende Promenade gelangen Sie zur Maximilianstraße, in die Sie links einbiegen und stadteinwärts zur B 13 fahren. Sie unterqueren die Autobahn Nürnberg/Heilbronn, umfahren die Ortschaft Triesdorf (sehenswertes das „Weiße Schloss“von 1692 mit Park, einst Markgrafenschloss, heute Landwirtschaftsschule) und befinden sich kurz darauf in Merkendorf, einer mittelalterlich anmutenden Ortschaft mit hervorragend erhaltener Befestigung mit Toren und Türmen. 4 km nordöstlich liegt abseits der großen Verkehrswege Wolframs-Eschenbach, die mutmaßliche Geburtsstadt des Minnesängers und Parzivaldichters Wolfram von Eschenbach. Aus dem Besitz der Eschenbacher ging der Ort im Laufe des 13 Jhs. an den deutschen Orden über, woran heute noch das Deutschordensschloß  und die Ordensvogtei erinnern. Unversehrte Befestigungsanlagen aus dem 14. und 15. Jh. mit Mauern, Toren, Türmen und Zwingern umschließen das mittelalterliche Stadtbild, das überragt wird vom buntglasiertem Turmhelm des Liebfrauenmünsters aus dem 13. Jh. Überlieferungen aus dem 15. und 17. Jh. zufolge soll sich im Kircheninnern einst das Grab Wolframs von Eschenbach befunden haben.

24  Sie fahren zurück zur B 13 und weiter in das 11 km entfernt Städtchen Gunzenhausen an der Altmühl. Das Altmühltal ist in diesem Abschnitt noch breit und offen. Zahlreiche Zeugnisse weisen auf die geschichtsträchtige Vergangenheit der  aufstrebenden Stadt hin, die bis in Römerzeit zurückreicht. Im Heimatmuseum am Marktplatz wurden prähistorische Sammlungen zusammengetragen und im Burgstallwald im Norden der Stadt sind Überreste römischer Wachtürme und Kastelle, Teile des 233 n. Chr. Zerstörten Limes, zu finden. Sehenswert ist die im 15. Jh. erbaute Stadtpfarrkirche mit schönem gotischem Netzgewölbe und alten Grabstätten. Nahe der Kirche und am Altmühlufer sind Teile der ehemaligen Stadtbefestigung erhalten.

25  Durch ein flaches, landschaftlich weniger reizvolles Hügelland erreichen sie auf der B 13 die Deutschordensstadt Ellingen, ein liebenswertes Barockstädtchen mit vielen stilistischen einheitlichen Bauten. Ein im 12 Jh. gegründetes Spital nordwestlich der Stadt kam 1216 an den Deutschen Orden, der es zu einem 1774 vollendeten Schloß ausbaute. Sehenswert sind das bis zum 3. Stockwerk des Südflügels reichende prunkvoll ausgemahlte Treppenhaus und die zahlreichen prächtigen Repräsentationsräume mit zum Teil noch orginaler Einrichtung. Maßgeblich an der Inneneinrichtung beteiligt waren Joseph Anton Roth und Michel‚d Ixnard. Als Abschlussflügel wurde in das riesige Geviert die Schlosskirche eingefügt. Die Deckengemälde des ehemals gotischen, im 18. Jh. umgestalteten Gotteshauses stammen von Cosmas Damian Asam. Schloss und Kirche sind ganzjährig zu besichtigen. In der Stadt selbst sollten Sie sich das fast verschwenderisch  geschmückte Rathaus ansehen. Es ist ein herrlicher Barockbau des Wiener Baumeister Franz Joseph Roth, der der Stadt ihr barockes Gepräge gab. Das Rathaus wurde 1945 während eines Luftangriffs schwer beschädigt, aber nach Kriegsende in seiner alten Pracht wiederaufgebaut. Malerisch schließt es den schönen alten Straßenzug mit seinen behäbigen Bürgerhäusern ab, deren Stattlichstes der Mitte des 18.Jh.s als Wohnhaus einer jüdischen Familie erbaute Gasthof „Römischer Kaiser“ ist. 

26  Auf der B 2 fahren Sie südwärts nach Weißenburg in Bayern, der ehemaligen Römer- und Freien Reichsstadt, die landschaftlich reizvoll im Becken der Schwäbischen Rezat am Steilanstieg der Fränkischen Alb und an der Deutschen Limes-Straße liegt. Das Ellinger Tor, Wahrzeichen Weißenburgs, ist eine der bekanntesten mittelalterlichen Toranlagen Deutschlands aus dem 14. Jh. mit einem malerischen, später hinzugefügten Vorwerk, das das erste reichsstädtische Stadtwappen von 1241 (rechts) und das noch heute gültige Stadtwappen von 1481 (links) zeigt. Sehenswert sind auch die St. Andreaskirche mit der Schatzkammer in der historischen Altstadt, der noch geschlossene Ring der Stadtmauer mit 38 teils bewohnten Türmen, die Seeweiherpartie mit dem wassergefüllten Stadtgraben und den Grünanlagen (Rundgang ca. 1,5 Std.). Am Marktplatz befindet sich das dreigeschossige spätgotische Rathaus (15. Jh.) mit dem Schweppermannsbrunnen.
In der Nähe des Bahnhofs entdeckte man 1890 die Grundmauern des römischen Auxiliarkastells Biriciana, das zur Verteidigungslinie des auf der Albhochfläche entlangziehenden Limes gehörte. Die Entdeckung der Römerthermen im Jahr 1977, die vorbildliche Sanierung unter einem zeltartigen Dach sowie der sensationelle Fund des Weißenburger Römerschatzes im Jahr 1979 mit 156 Teilen, der seit 1983 im Römermuseum, einem Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung München, beherbergt ist, brachten der Stadt die zusätzliche Bezeichnung „Römerstadt“ ein. Im Jahre 1989/90 wurde dann nach wissenschaftlichen Grabungen noch das Nordtor (porta decumana) im Kastell Biriciana rekonstruiert.
Direkt neben dem Römermuseum wurde im Jahr 1998 das neue Reichsstadtmuseum eröffnet, ein thematisches Museum, das dem Besucher wie ein dreidimensionales Buch die Geschichte der Reichsstadt Weißenburg darbringen will. 2005 wurde das Reichsstadtmuseum um das „Haus Kaaden“ erweitert. Dort wird u. a. mit Beständen der bisherigen „Kaadener Heimatstuben“ die Flucht und Vertreibung der Deutschen aus dem Osten als Folge des 2. Weltkrieges und ihre Integration in der neuen Heimat Weißenburg dargestellt.
Eines der beliebtesten (Wander-)Ziele - auch entlang des Frankenweges - ist die Hohenzollernfestung Wülzburg (16. Jh.), die hoch über der Stadt liegt und in ihrer Monumentalität, in ihrer anerkannten Bedeutung als „Nationales Bau-Denkmal“ auch in technikgeschichtlicher Hinsicht (einer der tiefsten von Hand gegrabenen Brunnen Mitteleuropas) in Deutschland wohl kaum einen, in Europa wenig Vergleiche zu scheuen braucht. Neben dem „Apothekenmuseum“ in der Einhorn-Apotheke und dem „Brauereimuseum“ im Bräustüberl „Zur Kanne“ gibt es weitere breitgefächerte Freizeitangebote. So lockt im Sommer das beheizte Limes-Bad mit der 70 m langen „Römerrutsch’n“ und im Winter die „Mogetissa-Therme“ (Hallenbad) viele Besucher an; auf ausgebauten Rad- und Wanderwegen lässt sich auf landschaftlich schönen Routen der historische Stadtwald sowie die Umgebung bis hinein in den Naturpark Altmühltal und ins Fränkische Seenland erkunden.

Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie für die Weiterreise nach Eichstätt die landschaftlich abwechselungsreiche Fahrt über die Fränkische Alb auf der B 13 wählen oder unserer Empfehlung folgen und auf der B 2 ins Altmühltal und über die Altmühltalstraße nach Eichstätt fahren. Diese Straße zweigt 2 km südöstlich von Treuchtlingen von der nach Donauwörth führenden B 2 links ab und Sie sollten auch dieser kleinen Stadt am Ausgang des Möhrenbachtals einen kurzen Ausflug widmen. Überragt wird Treuchtlingen vom Schlossberg mit der Ruine der im 13. Jh. erbauten Burg, die Sitz der Ritter von Treuchtlingen und Mittelburg war. In dem 1575 erbauten Stadtschloß, einer Zweiflügelanlage mit überhöhendem Erkerturm, wurde 1594 der berühmte Reitergeneral des Dreißigjährigen Krieges, Gottfried Heinrich Graf von Pappenheim, geboren. Auf ihn bezieht sich der Ausspruch „Daran erkenn ich meine Pappenheimer“ aus Schillers Drama „Wallensteins Tod“.

Das Altmühltal
Die folgenden 36 km sind der landschaftlich schönste Teil der gesamten Reise. Die Altmühl, die bis Treuchtlingen ein bereits und offenes Tal durchzieht, trifft hier auf die Frankenalb und schlängelt sich nun auf einer Strecke von 136 km durch ein malerisches, tiefes und von bizarren Jurafelsen flankiertes Tal mit stillen, romantischen Seitentälern und verträumten Städtchen und Ortschaften, bis sie bei Kelheim in die Donau mündet.

Sie benutzen die dem windungsreichen Flusslauf folgende Straße jedoch nur bis Eichstätt. Die 740 erstmals urkundlich erwähnte Bischofs- und Universitätsstadt Eichstätt beeindruckt durch ihr vollständig erhaltenes barockes Stadtbild und ihre zahlreichen prächtigen Kirchen und Klöster. Von 1305 bis 1802 waren die Eichstätter Fürstbischöfe sowohl geistliche als auch weltliche Herren der Region. Mit der mächtigen Willibaldsburg hoch über der Stadt schufen sich die Fürstbischöfe ihre erste Residenz. Heute beherbergt die Burg das Jura-Museum, das Museum für Ur- und Frühgeschichte und den Bastionsgarten - eine Nachbildung des berühmten Renaissancegartens „Hortus Eystettensis“ aus dem 16. Jahrhundert. Nach der Zerstörung Eichstätts im Jahr 1634 begann der Wiederaufbau Eichstätts zu einer glanzvollen barocken Residenzstadt durch die welschen Baumeister Jakob Engel, Gabriel de Gabrieli und Maurizio Pedetti. Die wechselvolle Bistumsgeschichte wird im Domschatz- und Diözesanmuseum lebendig dargestellt. Erspüren lässt sich der heute noch intensiv gelebte Glaube am Besten im Dom mit seinen bedeutenden Kunstwerken, dem Kloster St. Walburg mit der Gruft der Heiligen Walburga, wo jeder Pilger das „Walburgisöl“ von den Schwestern erbitten kann und bei den prächtigen Prozessionen an hohen Feiertagen.
Neben der historischen Bedeutung Eichstätts haben insbesondere die Um- und Neubauten für die Katholische Universität durch die international preisgekrönten Stararchitekten Günther Behnisch und Karljosef Schattner  dafür gesorgt, dass Eichstätt mittlerweile zum Paradebeispiel für das gelungene und spannende Miteinander von Alt und Neu geworden ist.

Sie verlassen das Altmühltal in Richtung Ingolstadt, die wichtigsten Orte sind nur kurz erwähnt: Pappenheim liegt in einer Altmühlschleife zu Füßen einer aus dem 11. Jh. stammenden Burgruine (vom Bergfried herrliche Aussicht über das Flusstal und den Jura). Wenig später sind Sie in Solnhofen, bekannt durch seine ausgedehnten Steinbrüche. Nirgends sonst kommt der lithographische Schiefer des obersten Weißjura in solcher Reinheit, Dichte und Mächtigkeit vor wie hier. Vorbei an der Abzweigung nach Mörnsheim, wo sich das größte natursteinverarbeitende Werk Bayerns befindet (viele prähistorische Versteinerungen, im Rathaus Urweltfunde und Fossiliensammlung), fahren Sie nach Dollnstein. Die von einer turmbewehrten, gotischen Ringmauer umgebene Ortschaft liegt malerisch inmitten eines kleinen, felsumrahmten Kessels, in dem sich das Tal der Urdonau mit dem der Altmühl vereint. Nach weiteren 13 km erreichen Sie die alte Bischofsstadt Eichstätt, den Mittelpunkt des Altmühltals.

28  Auf der B 13, die die Altmühlstraße nordwestlich des Zentrums von Eichstätt kreuzt, fahren Sie nach Ingolstadt. Mit diesem Namen verbinden sie sich in der Regel nur die Vorstellung von Erdölraffinerien, Industriebetrieben und Großkraftwerk. Aus Eichstätt kommend, erreichen Sie das Ingolstädter Zentrum beim Hindenburgpark. Sie biegen links in die Nördliche Ringstraße ein und zweigen von dieser rechts ab in die Harderstraße, auf der Sie zur Stadtmitte gelangen. Parkmöglichkeiten finden Sie bei der Franziskanerkirche und in den umliegenden Seitenstraßen. Die Ende des 13 Jh. s erbaute Minoritenkirche birgt über 100 Grabplatten von Ingolstädter Geschlechtern aus dem 15.-18 Jh. Ihr gegenüber steht die Gnadentalkapelle der Franziskanerinnen von 1487 mit der Landshuter Madonna. (um 1475) und der großartigen „Anna Selbdritt“ (1513) von Hans Leinsberger. Ecke Konvikt- und Kreuzstraße befindet sich das 1425 begonnene Liebfrauenmünster, dessen Ausbau sich bis ins 16. Jh. hinzog. Das mit wertvollen Gemälden, Bildhauereien und einem prunkvollen Hauptaltar ausgestattete Münster ist eine der größten Hallenkirchen der deutschen Gotik, und die beiden über Eck gestellten, nicht vollendeten Türme sind in Deutschland einzigartig. Das 1525 von Hans Wertinger geschaffene Hochchorfenster gilt als eines der größten und schönsten Glasgemälde seiner Zeit. Die Bürgersaalkirche Sta. Maria Victoria an der Neubaustraße, der nördlichen Verlängerung der Konviktstraße, wurde 1732-35 vermutlich von den Brüdern Asam erbaut und ausgeschmückt. Besonders bemerkenswert in diesem unvergleichlichen Kabinettstück des phantasiereichen Rokoko ist das kolossale, 40 x 15 m große Deckengemälde „Ausbreitung des Christentums“. Im Osten der Altstadt, nahe der Donau an der Schlosslände, steht das 1418-32 erbaute Neue Schloss, ein eindrucksvoller, dreigeschossiger Bau mit Flankentürmen, Burggraben und einem Torbau von 1558 mit Uhrturm von 1771. Die prächtigen spätgotischen Innenräume mit Netzwerkschmuck, kunstvollen Türsteinwänden und Schnitzdecken beherbergen heute das Bayerische Armeemuseum (täglich außer Mo. geöffnet). An Stelle des heutigen Hindenburgparks verlief der Festungsgürtel der klassizistischen Festungsanlagen, die ab 1828 im Auftrag König Ludwig I. errichtet wurden. Lediglich die drei künstlerisch gestalteten Haupttore sind noch erhalten, während die Außenforts und die Schanzen nach 1945 abgetragen wurden.

Sie verlassen Ingolstadt über die Östliche Ringstraße in Richtung Autobahn München/Nürnberg, unterqueren diese am östlichen Stadtrand und fahren auf der B 16a über Großmehring (bemerkenswerte romanische Landkirche aus dem 13. Jh.) in das alte Markgrafenstädtchen Vohburg (Burgruine aus dem 13.- 15. Jh. mit gut erhaltenem Bering; im Burghof die Pfarrkirche von 1697). Nach weiteren 6 km mündet die B 16a in die B 16 ein, und hier zweigen Sie links von der Bundesstraße ab und fahren über Münchsmünster und Schwaig nach Neustadt an der Donau. Die Reste der alten Stadtmauer mit Befestigungswellen und den drei Stadttürmen sind ebenso sehenswert wie das aus dem 15. Jh. stammende Rathaus mit seiner Giebelfassade und die Pfarrkirche St. Laurentius, eine dreischiffige Hallenkirche aus dem 15. Jh. 2,5 km nördlich liegt der Kurort Bad Gögging, ein schon zur Römerzeit bekanntes Schwefelheilbad mit zwei Quellen, deren Temperatur ständig 15°C beträgt. Die romanische St.-Andreas-Kirche, ein schlichter Quaderbau aus dem 12. Jh. mit wuchtigem Turm, zeichnet sich durch ihr berühmtes Nordportal aus, das von zum Teil schwer deutbaren Skulpturen geziert wird. Man weiß, dass die dargestellten Figuren mit denen am Regensburger Schottentor in Verbindung stehen, rätselhaft aber bleibt, wie eine kleine Landkirche zu solch reichem Schmuck kommt.


29  Fahren Sie entlang der Donau über Einring (altes Römerkastell/Ausgrabungen) nach Weltenburg. Der am Südufer der Donau gelegene Ausflugsort ist berühmt durch das gleichnamige Kloster, das älteste Bayerns, und den Donau-Durchbruch. Das angeblich bereits um 600 n. Chr. Von Missionaren aus Luxeuil/Vogesen gegründete Kloster Weltenburg wurde um 760 Benediktinerabtei. Die heutige Klosterkirche St. Georg und St. Martin, 1718 geweihter Bau, gilt als Meisterwerk Asams. Die äußerlich unscheinbare Kirche mit schlankem Turm ist im Innern ein „Zauberstück raffinierter Kunst“, wie der Kunsthistoriker Georg Dehio schrieb. Das auf Leinwand gemalte Deckengemälde der Vorhalle stammt von Franz Asam, dem Sohn von Cosmas Damian, der die Deckenfresken in der Kuppel des ovalen Hauptraums und die übrigen bedeutenden Fresken der Kirche schuf. Die Plastiken des Hochaltars sind das Werk Egid Quirin Asams, des Bruders von Cosmas Damian. Oberhalb der Kirche steht auf den Fundamenten eines römischen Minerva-Tempels die aus dem 10./11. Jh. stammende Frauenbergkapelle. An beiden Ufern des Donau-Durchbruchs, an dem das Kloster liegt, ragen steile, zerklüftete Felswände fast 100 m hoch empor. Der Fluss ist an dieser Stelle nur 70 m breit und etwa 7 m tief. Am linken Ufer liegt malerisch das Klösterl, eine ehemalige Einsiedelei (heute Gastwirtschaft), von der ein Waldweg in ½ Std. zur Kelheimer Befreiungshalle führt. Vom Kloster Weltenburg aus kann man den Donau-Durchbruch in den Sommermonaten mit Schiff oder Kahn durchfahren – ein überaus eindrucksvolles Erlebnis!  

30  5 km donauabwärts liegt an der Einmündung der Altmühl Kelheim, dessen Schwefelquellen schon die Römer gegen rheumatische Erkrankungen anwandten. Der Ort breitet sich zu Füßen eines Hügels aus, auf dem ein zinnenbekrönter Bergfried an die ehemalige Heinrichsburg erinnert. Hier wurde laut Bericht des bayerischen Geschichtsschreibers Aventinus im Jahre 973 Kaiser Heinrich II. geboren. Auf der gegenüberliegenden Anhöhe steht das moderne Kurmittelhaus, die Kaiser-Therme. Nach Bad Abbach folgen Sie nur noch wenige Kilometer der B 16 , bis schließlich die Silhouette der Stadt Regensburg vor Ihnen auftaucht. Bleiben Sie aufdieser Bundesstraße, da Sie so am leichtesten das Stadtzentrum erreichen. Schloß Turn & Taxis, vormals Kloster St. Emmeram
31  RegensburgBad Abbach, UNESCO Weltkulturerbe, viertgrößte Stadt Bayerns, alte Bischofs- und seit 1967 Universitätsstadt, ist ein wichtiger Umschlaghafen am nördlichsten Punkt der Donau, in die hier der Regen und wenige Kilometer westlich die Naab einmünden. Das Bild des alten historischen Stadtkerns wird geprägt vom romanisch-gotischen Umriss mit zahlreichen sakralen und profanen Baudenkmälern, die fast ausnahmslos in ihrer ursprünglichen Form erhalten geblieben sind. Ausgangspunkt für Ihren Stadtrundgang ist der Alte Kornmarkt südöstlich des Doms, wo es in der Regel auch ausreichende Parkmöglichkeiten gibt. Einst Mittelpunkt des römischen Kastells, gibt dieser Platz heute den Blick frei zum romanischen Niedermünster und über den Herzogshof hinweg zum gotischen Dom. Hinter den Fensterarkaden des Herzogshof aus dem 12./13. Jh. befindet sich der spätgotische Herzogsaal mit kostbarer Wappendecke, der heute kulturellen Veranstaltungen dient. Ein Schwibbogen führt zum sog. Römerturm, der im Unterbau noch Mauerwerk aus karolingischer zeit aufweist. Östlich schließt sich die barocke Fassade der Karmelitenkirche an. Im dazugehörigen Kloster wird seit mehr als 250 Jahren der berühmte „Karmelitergeist“ hergestellt (Verkauf an der Pforte). Nördlich vom Alten Kornmarkt liegt das doppeltürmige Niedermünster, eine hochromanische, dreischiffige Basilika aus dem 12. Jh. (im 18. Jh. barockisiert), die einst zu einem reichsunmittelbaren adeligen Damenstift gehörte. Die 1720 umgebauten ehemaligen Stiftsgebäude sind heute bischöfliche Residenz. Unmittelbar westlich vom Niedermünster gelangen Sie durch den Domgarten zum Domkreuzgang (nur mit Domführung möglich), den ein breiter Flur mit Grabsteinen aus fünf Jahrhunderten in zwei Hälften teilt. Ihm schließt sich die um 1150 als Begräbniskapelle errichtete, hochromanische Allerheiligenkapelle an. Die alte Dompfarrkirche St. Ulrich am Südrand des Domgartens stammt aus dem 13. Jh. Der Dom St. Peter, geschaffen nach dem Vorbild nach dem Vorbild französischer Kathedralgotik, gilt als Hauptwerk der Gotik in Bayern. Er wurde um  1270 begonnen, aber erst 1525 – noch ohne die Spitztürme - vollendet. Gegenüber seiner Westfassade steht das „Haus Heuport“, eine von einem Regensburger Handelsherren im 14. Jh. erbaute Vierflügelanlage mit weiträumigem Innenhof und gewölbtem offenen Treppenhaus. Durch den Bischofshof, einst bischöfliche Residenz und heute Hotel, gelangen Sie zur „Porta Praetoria“, dem Nordtor des 179 n. Chr. vollendeten römischen Legionslagers und dem einzigen erhaltenen Hochbau aus der Römerzeit in Bayern. Nun gehen Sie durch die Straße „Unter den Schwibbögen“ zur Goliathstraße, biegen rechts in die Brückstraße ein und befinden sich wenig später an der „Steineren Brücke“. Dieses Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst aus dem 12. Jh. überspannt mit 16 Bogen in 330 m Länge die Donau. Sie verlassen Regensburg über die B 15 (Autobahnzubringer) Richtung Anschlussstelle Regensburg-Ost. Sie unterqueren die Autobahn und fahren durch das ziemlich einförmige niederbayerische Hügelland von der Donau zur Isar. Die meisten Orte, die Sie auf dieser 70 km langen Strecke passieren, haben keine besonderen Sehenswürdigkeiten zu bieten. Eine Ausnahme bildet Alteglofsheim etwa 15 km südlich von Regensburg.


Weitere weltbedeutende Bauwerke: Alte Kapelle, ursprünglich gebaut als karolingische Pfalzkapelle im 9. Jahrhundert Es gibt immer noch 20 Geschlechtertürme in der Altstadt, die bedeutendsten sind der Goldene Turm und der Baumburger Turm. Altes Rathaus, von 1663 bis 1806 Städte des Immerwährenden Reichstages Haidplatz, italienisch anmutender Platz mit z.B. den Gebäuden Neue Waag – wichtiges Religionsgespräch 1541 zwischen Melanchton und Dr. Eck, Goldenes Kreuz, ehemals vornehme Herberge Kaiser Karl V. und der Barbara Blomberg

Schottenportal, Dominikaner Kirche, Evang. Dreieinigkeitskirche, ist die älteste als evangelische Kirche gebaute Kirche in Bayern
Sie verlassen Regensburg über die B 15 (Autobahnzubringer) Richtung Anschlussstelle Regensburg-Ost. Sie unterqueren die Autobahn und fahren durch das ziemlich einförmige niederbayerische Hügelland von der Donau zur Isar. Die meisten Orte, die Sie auf dieser 70 km langen Strecke passieren, haben keine besonderen Sehenswürdigkeiten zu bieten. Eine Ausnahme bildet Alteglofsheim etwa 15 km südlich von Regensburg. Dieses relativ unscheinbare Dorf gruppiert sich um ein äußerlich schlichtes, aber innen prächtig ausgestattetes Schloss, das auf eine Burg des 14. Jh.s zurückgeht. Berühmte Künstler des Spätbarock und des Rokoko, unter ihnen Cosmas Damian Asam, schufen die glanzvollen Räume. In Hagelstadt zweigt links eine Straße nach Aufhausen ab (Hinweißschilder). Die dortige Wallfahrts- und Stiftskirche Maria Schnee von 1736-51, ein herrliches Werk des Barockbaumeisters Johann Michael Fischer, verdient es, dass man ihretwegen den Umweg von etwa 16 km macht. Entlang der Großen Laaber gelangen Sie über Pfakofen zurück zur B 15, die Sie in Eggmühl erreichen. Kurz vor Neufahrn biegen Sie links in die Straße Richtung Straubing ein und fahren in das 7 km entfernte Mallersdorf-Pfaffenberg. Der südliche Turm des heutigen Franziskanerinnenklosters und das Portal sind romanisch. Beide stammen aus dem 13. Jh. Der nördliche Turm kam erst im 17. Jh. hinzu, ist aber eine exakte Nachbildung des Vorgängers. Langhaus und Vorhalle sind frühklassizistisch. Den meisterhaften Hochaltar der prächtig ausgestatteten Kirche schuf Ignaz Günther.